Strategie

thinkport VIENNA ist ein offenes Innovationslabor für urbane Güterlogistik.

thinkport VIENNA…

  1. setzt sich mit den Herausforderungen der Logistik in und um den urbanen Raum Wien, umfassend und langfristig auseinander,
  2. fungiert als Katalysator und Multiplikator für neue Dienstleistungen, Prozesse, Technologien und Wissen,
  3. bietet als einziger Standtort in Wien eine multimodale Testumgebung für Entwicklung, Erprobung und Evaluation,
  4. ist für alle Stakeholder zugänglich und tritt als Informations-Drehscheibe und Smart-Urban-Logistics-Botschafter auf.

 

WIE soll das erreicht werden? 

thinkport VIENNA analysiert Logistik-Themen und unterstützt bei Vernetzung und Umsetzung bedarfsorientierter Lösungen.

thinkport VIENNA bietet allen Stakeholdern …

  • eine Ideen- und Open Innovationplattform, die neuen Konsortien Raum gibt, Innovationen fördert und Erkenntnisse zugänglich macht. wir entwickeln und unterstützen güterlogistische Innovationen für die tägliche Praxis, fördern den Diskurs und bringen breit getragene Lösungen hervor.
  • umfassendes Wissen um nationale und internationale Best Practices,
  • Unterstützung bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Projekten,
  • Startups und UnternehmerInnen mit seinen umfassenden Infrastrukturen die Möglichkeit ihre neuen Dienstleistungen, Prozesse und Technologien zu testen und evaluieren und
  • ein breites Netzwerk in Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Wir vernetzen und beraten alle Interessensgruppen aus Wissenschaft, Praxis und dem öffentlichen Bereich sowie andere Initiativen bzw. Innovationslabore auf nationaler und internationaler Ebene.

 

WOZU?

thinkport VIENNA soll güterlogistische Innovationen in Wien entwickeln, testen und umsetzen.

thinkport VIENNA wird als offenes Mobilitätslabor eingerichtet damit…

  1. Innovationen und Startups in der Logistik aktiv gefördert werden,
  2. bis zum Jahr 2030 eine annähernd emissionsfreie Stadtlogistik realisiert wird,
  3. Wien führend in der Umsetzung gesellschaftlich getragener neuer urbaner Logistik wird,
  4. die Rolle des Wiener Hafens als Logistik- und Innovationsstandort nachhaltig gestärkt wird und
  5. eine lebenswerte Stadt langfristig sichergestellt wird.

Handlungsdruck und Bedarf radikaler Veränderungen und Innovationen in der urbanen Logistik besteht auf allen Ebenen. Das verdeutlichen insbesondere folgende Vorgaben bzw. Rahmenbedingungen:

Vorgaben auf internationaler Ebene (Auszug, Fokus Güterverkehr):

  • Klimakonvention der Vereinten Nationen (Paris 2015) – Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf idealerweise 1,5°C und Verpflichtung der unterzeichnenden Parteien bzw. Staaten zu Emissionsreduktionen im gesamtwirtschaftlichen Kontext.
  • Die Verordnung zur Festsetzung von Emissionsnormen für leichte Nutzfahrzeuge (EG Nr. 510/2011) legt fest, dass der CO2-Emissionsdurchschnitt für neue leichte Nutzfahrzeuge bis 2020 auf 147g CO2/km begrenzt wird.
  • Ein Marktanteil von 10% erneuerbaren Energieträgern bei Verkehrskraftstoffen bis 2020 wird in der Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen festgehalten. Die Umsetzung in Österreich erfolgte durch die Kraftstoffverordnung im Jahr 2012.
  • Weißbuch Verkehr KOM (2011)144 – beinhaltet einen einheitlichen europäischen Verkehrsraum und eine Reduktion der Treibhausgasemissionen des Verkehrs um 60% bis zum Jahr 2050. Wesentlichste Komponente im Kontext der urbanen Logistik ist die „Erreichung einer im wesentlichen CO2-freien Stadtlogistik in größeren städtischen Zentren bis 2030“. Dies erfordert gesamtheitliche Maßnahmen, die über den reinen Einsatz alternativ angetriebener Fahrzeuge hinausgehen und einer umfassenden Analyse und Potenzialausschöpfung bedürfen.

Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene:

  • Aktuell wird auf nationaler Ebene der nationale Strategierahmen „Saubere Energie im Verkehr“ Dieser dient der nationalen Umsetzung der Vorgaben des Europäischen Parlaments über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe.
  • Gesamtverkehrsplan (2012) und der Umsetzungsplan Elektromobilität (2012) – Angestrebt werden ein modernes, effizientes, intelligentes und intermodales Gesamtverkehrssystem in dem der Verbrennungsmotor durch den Elektromotor ersetzt wird und erneuerbare Energiequellen zu einem umweltfreundlicheren Verkehrssystem beitragen.
  • Im Jahr 2014 wurde die „Rahmenstrategie 2050 – Smart City“ beschlossen. Angestrebt wird eine Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel oder alternative Antriebe bis 2030 und ein vollständiger Verzicht auf konventionelle Antriebe bis zum Jahr 2050.
  • Die Stadt Wien hat im Jahr 2015 eine Elektromobilitätsstrategie mit Schritten und Zielen bis zum Jahr 2025 Wesentliche Komponenten sind Maßnahmen zur Elektrifizierung von Flotten und der Aufbau einer entsprechenden Ladeinfrastruktur. Im Jahr 2025 will die Stadt Wien, dass mindestens 10% aller Autofahrten elektrisch erfolgen.
  • Zusätzlich finden sich auf Stadtebene der Stadtentwicklungsplan 2025 (STEP) und das Fachkonzept Mobilität. Im Kontext der vorliegenden Initiative finden sich innerhalb des Fachkonzepts die entsprechenden Handlungsfelder öffentlicher Raum, Verkehrsinfrastruktur, Wirtschaft in Fahrt, Verkehrsorganisation und Mobilität braucht Innovation. Wien soll Strategien für einen effizienten und ressourcenschonenden Wirtschaftsverkehr (Sauber, leise, zuverlässig) in einem offenen Dialog mit der Logistikbranche entwickeln.
  • Das Städtische-Energieeffizienz-Programm (SEP) beinhaltet 100 Maßnahmen in den Bereichen Haushalte, Private Dienstleistungen, Öffentliche Dienstleistungen, Industrie, produzierendes Gewerbe, Landwirtschaft sowie Verkehr. Im Fokus stehen die Bewusstseinsbildung, Energieeffizienz bei Gebäuden und Energiemanagement.
  • Das Klimaschutzprogramm der Stadt KliP II (2010 bis 2020) verfolgt das Ziel die Treibhausgasemissionen pro Kopf im Jahr 2020 um 21% zu reduzieren im Vergleich zu 1990 (Kyoto-Abkommen). Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs werden ebenfalls verfolgt. Die Menge der durch erneuerbare Energieträger bereitgestellten Menge an Endenergie gegenüber 1990 soll verdoppelt werden.