e[Pack] – der elektrische Lastenroller

… effizient und emissionsfrei liefern, auch in Fußgängerzonen.

Konzept und Prototyp:                 Herbert Bisovsky und Johannes Horvath
Innovation Facilitation:                thinkport VIENNA

epack ist ein rein elektrischer Lastenroller für die letzte Meile, der ohne Muskelkraft betrieben wird, um effizienteres Liefern zu ermöglichen. Das Design des Lastenrollers stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Die stehende Position des Fahrers bzw. der Fahrerin beim Betrieb des elektrischen Lastenrollers ermöglicht eine gute Rundumsicht auf Verkehrswegen mit hohem Fußgängeranteil und erhöht so die Verkehrssicherheit. Zusätzlich wird ein schnelleres Auf- und Absteigen ermöglicht und somit der Lieferprozess beschleunigt. Der elektrische Lastenroller wird ohne zusätzlichen Kraftaufwand des Fahrers/der Fahrerin betrieben. Hiermit unterscheidet er sich vom Lastenrad, bei dem der Motor nur unterstützend zur Pedalarbeit des Fahrers wirkt.

Der elektrische Lastenroller ist die ideale Lösung für die letzte Meile. Die kompakte Bauweise ermöglicht eine leichte Integration des Fahrzeugs in bestehende Verkehrssysteme. Durch die Rollerkonstruktion verkürzt sich, bei gleichem Ladevolumen (1,2 m³), die Gesamtlänge, welche beim Lastenrad durch die sitzende Position des Fahrers und die Fahrradräder wesentlich länger ist. Die damit verbundene größere Wendigkeit stellt einen wesentlichen Vorteil dar. Gegenüber vorhandenen Angeboten, sind sowohl Einsatzgebiet als auch Einsatzmöglichkeiten wesentlich größer und flexibler. Der epack entspricht in Österreich der Fahrradverordnung und darf sich somit auf Radwegen bewegen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h ist zusätzlich das Befahren von verkehrsberuhigten und autofreien Zonen möglich.

Einen wesentlichen Vorteil stellt die höhere Gewichtsbelastung von max. 350 kg Gesamtgewichtsbelastung dar. Im Lastenroller sind keine Fahrradteile, sondern Teile aus dem Rollerbereich verbaut. Die Steigfähigkeit des Fahrzeuges beträgt ca. 30% bei Volllast. Des Weiteren sind die Rollerräder entscheidend kleiner und stabiler als Fahrradbereifung. Der Roller verfügt über einen Retourgang und ein Zweikreisbremssystem. Die automatische Parkbremse aktiviert sich sofort nach Stillstand des Rollers. Die Einfachheit und Robustheit des Fahrzeuges in seiner technischen Konstruktion (Leiterrahmen) ermöglicht weltweite Produktion und internationales Service. Der hochbelastbare Elektromotor (ermöglicht das Befahren von starken Steigungen) ist aufgrund seines Aufbaues ohne Kohlebürsten wartungsfrei und durch den Verzicht auf Seltene-Erden-Magneten auch umweltfreundlich. Die langlebigen und hochwertigen Akkus enthalten kein Kobalt und können sich dementsprechend nicht selbst entzünden. Zur Steigerung der Reichweite kann optional auf dem Dach ein Photovoltaikpanel installiert werden. Dieses stellt gleichzeitig einen Wetterschutz für den Fahrer/die Fahrerin dar.

Herausforderung: Verzicht auf fossile Verbrennung, Lärmreduktion, Erleichterung der zunehmenden Liefertätigkeit, weniger körperliche Anstrengung bei der Liefertätigkeit im Microbereich, zunehmend verkehrsfreie Städte und bewusstes Umdenken im Verkehrsbereich.

Zielgruppe: Lieferanten auf der letzten Meile, Handwerker, PrivatkundInnen, Sharingangebote, Grätzlfahrzeuge.

Lösung epack: emissionsfreier Transport auf der letzten Meile im innerstädtischen Bereich mittels äußerst kompaktem Elektrofahrzeug, Liefertätigkeit in Fußgängerzonen, Einkaufsfahrzeug.

epack trägt gleichermaßen auf nationaler und auch europäischer Ebene zur Erreichung angestrebter Innovations- und Klimaziele bei. Bis 2030 ist das Ziel für den Transport die Treibhausgasemissionen, um rund 20% unter das Niveau von 2008 zu reduzieren. Der Einsatz „konventionell angetriebener“ Autos im Stadtverkehr soll bis dahin halbiert und bis 2050 wird ein vollständiger Ausstieg in Städten angestrebt.[1] Wesentlich ist in diesem Kontext, dass bis 2030 eine CO2-freie Stadt Logistik in großen städtischen Zentren umgesetzt sein soll. Das Projekt trägt aktiv zur Förderung der industriellen Innovation u.a. durch Investitionen in Schlüsseltechnologien, leichteren Zugang zu Kapital und Unterstützung für kleine Unternehmen am Standort Österreich bei. Darüber hinaus kann es zur Bewältigung großer gesellschaftlicher Anliegen wie Klimawandel, nachhaltiger Verkehr und erneuerbare Energien einen Beitrag leisten indem neue Formen des Transports aktiv getestet und gezeigt werden. Die internationale Aufmerksamkeit auf den Themenbereich zeigt, dass durch eine Umsetzung in Wien eine Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich von Lösungen für die emissionsfreie letzte Meile potenziell möglich ist.

 

Eine Visualisierung des epack und weiterführende Informationen finden sich unter folgenden Links:

Web: https://mailchi.mp/5b30c9ea3807/flyingcarpet
Film: https://vimeo.com/320544865

 

Kontakt:

Herbert Bisovsky:      +43 699 17 17 25 77, info@herbert-bisofsky.at
Johannes Horvath:    +43 664 885 32 94 1, jh3@celebro.at
thinkport VIENNA:   +43 664 885 86 468, office@thinkportvienna.at